Eine Autorenwebsite ist mehr als eine digitale Visitenkarte.
Je intensiver ich mich mit der Erstellung meiner Autorenwebsite und den Inhalten dazu beschäftigt habe, desto klarer ist mir geworden, wie viel Potenzial hier für mich darinsteckt.
Falls du gerade überlegst, ob du dir eine Seite zulegen sollst oder du dich noch gar nicht damit beschäftigt hast, habe ich für dich einen kleinen Beitrag mit meinen Erfahrungen zu diesem Thema erstellt.
Überarbeitet wurde dieser Beitrag dann noch von einem selbstständigen Webdesigner, der mir mit seiner Expertise weitergeholfen hat.
Kommen wir nun also zum Thema:
Die Autorenwebsite ist ein Ort, an dem Leserinnen und Leser dich finden, deine Bücher entdecken und ein Gefühl dafür bekommen, wer du bist und wofür du schreibst.
Bevor wir anfangen, ein Buch zu verkaufen, verkaufen wir doch oft noch etwas anderes: Vertrauen, Nähe, Wiedererkennung und Sympathie.
Das klingt erstmal sehr nach Marketing. Manchen ist das sogar ein bisschen unangenehm. Aber im Grunde ist es etwas sehr Menschliches. Gerade als Autor*in merkt man schnell, dass Menschen nicht nur wegen eines einzelnen Buches bleiben. Sie bleiben, weil sie neugierig werden. Weil ihnen unsere Stimme gefällt. Weil sie sich in den Themen wiederfinden, über die wir schreiben. Sie bleiben, wenn sie uns mögen. Dafür müssen sie uns aber zuerst kennenlernen.
Und genau dafür kann eine Autorenwebsite unglaublich sinnvoll sein.
Warum überhaupt eine Autorenwebsite, wenn es Social Media gibt?
Social Media ist schön. Instagram, TikTok, Facebook oder Pinterest können helfen, sichtbar zu werden. Keine Frage.
Aber Social Media gehört uns nicht.
Dort sind wir regelmäßig damit beschäftigt, den Algorithmus zu füttern. Wir posten, hoffen, vergleichen, testen Formate, erstellen Contentpläne und merken am Ende: Ein Beitrag geht schneller unter, als ich mir jetzt einen vernünftigen Vergleich aus den Fingern saugen kann.
Eine Autorenwebsite dagegen ist unser eigener Raum. Und die Gestaltung dieses Raumes liegt ganz bei dir.
Du entscheidest, wie der Raum aussieht, was sichtbar ist, was der Leserin/dem Leser vermittelt werden soll.
Du entscheidest, welche Bücher, Projekte, Blogbeiträge, Termine, Einblicke oder Angebote im Vordergrund stehen.
Deine harte Arbeit, deine durchdachten Beiträge, die Texte, an denen du tagelang gefeilt hast, verschwinden nicht mehr irgendwo zwischen Funny Reels, Politdrama und dem neusten Social-Media-Hype. Sie bleiben genau dort, wo du sie haben willst und sorgen dafür, dass man dich findet.
Das ist dann kein Doom-Scrolling mehr, bei dem vielleicht jemand mit viel Glück bei dir hängen bleibt.
Wer deine Autorenwebsite besucht, hat sich in der Regel bewusst dafür entschieden. Diese Person möchte sehen, wer du bist. Was du schreibst. Welche Bücher es von dir gibt. Was als Nächstes kommt. Vielleicht auch, ob sie mit deiner Art, Geschichten zu erzählen, etwas anfangen kann.
Und genau darin steckt enormes Potenzial.
Eine Autorenwebsite kann zum Beispiel:
- deine Bücher und Projekte vorstellen
- Leserinnen und Leser zu Kaufmöglichkeiten führen
- deine Autorinnen- oder Autorenmarke sichtbar machen
- Blogbeiträge sammeln
- Pressematerial bereitstellen
- Lesungen, Termine und Neuigkeiten zeigen
- Newsletter-Anmeldungen ermöglichen
- Kontaktmöglichkeiten bieten
- langfristig über Google gefunden werden
Das heißt nicht, dass eine Autorenwebsite sofort riesig sein muss.
Im Gegenteil.
Eine gute Autorenwebsite darf auch klein starten. Sie muss nicht vom ersten Tag an perfekt sein. Wichtig ist aus meiner Sicht eher, dass sie einen klaren Zweck erfüllt und sich mit dir entwickeln darf.
Man verkauft nicht nur das Buch, sondern auch die eigene Marke
Ich weiß, dieser Satz klingt erstmal ein bisschen nach Business-Ratgeber.
Aber stimmen tut es ja trotzdem.
Die meisten von uns möchten schreiben. Nicht sich selbst vermarkten. Nicht ständig sichtbar sein. Nicht andauernd erklären, warum jemand genau dieses Buch kaufen sollte.
Hier ein kleiner Exkurs: ich schreibe und illustriere Kinderbücher. Ich spreche darüber, dass man als Eltern für Kinder präsent sein soll. Denkt ihr, ich habe Lust so viel Energie in Social Media alias DAS HANDY zu stecken? Nee...ich will eigentlich bei meinen Kindern sein oder wirklich etwas Kreatives tun.
Eine Autorenwebsite bedeutet natürlich auch Arbeit. Pflege. Inhalte. Aber das alles eben zu meinen Bedingungen.
Also zurück zur eigenen Marke. Das bist in erster Linie du.
Eine Autorenwebsite bedeutet nicht, sich selbst künstlich zu inszenieren.
Man macht mit ihr einfach nur sichtbar, was eh schon da ist:
Die eigene Stimme.
Die eigenen Themen.
Die eigenen Projekte.
Die Art, wie man Geschichten erzählt.
Die Fragen, die einen beschäftigen.
Die Welten, die man baut.
Die Bücher, die vielleicht noch nicht fertig sind, aber schon in einem arbeiten.
Leserinnen und Leser kaufen selten völlig losgelöst. Wenn sie eine Autorin oder einen Autor sympathisch finden, wenn sie regelmäßig etwas lesen, wenn sie Einblicke in Projekte bekommen, dann entsteht Bindung.
Und Bindung ist im Buchmarketing unglaublich wertvoll.
Weil Bücher und die Beziehung zu Büchern etwas sehr Persönliches ist. Ich denke, dass kennen wir alle.
Wer liest, investiert Zeit, Aufmerksamkeit und Gefühl. Und wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie deiner Stimme vertrauen, dann bleiben sie länger. Und kommen vielleicht wieder. Nicht nur für ein einzelnes Buch, sondern vielleicht für das nächste Projekt. Und das danach.
Eine Autorenwebsite hilft dabei, diese Verbindung nicht nur auf Social Media aufzubauen, sondern an einem Ort zu sammeln, der langfristig bestehen bleibt.
Ein Ort, der sich so entwickelt, wie du es möchtest.
Warum regelmäßige Blogbeiträge sinnvoll sind
Regelmäßige Blogbeiträge sind für mich einer der praktischsten Gründe für eine Autorenwebsite.
Nicht, weil man jeden Tag schreiben muss.
Nicht, weil ein Blog automatisch Bücher verkauft.
Sondern weil Blogbeiträge langfristig auffindbar sind.
Ein Instagram-Post kann wunderschön sein und nach zwei Tagen trotzdem verschwunden wirken. Ein Blogbeitrag dagegen kann Monate oder sogar Jahre später noch gelesen werden.
Gerade für Autorinnen und Autoren bieten sich Blogbeiträge an, weil sie mehrere Dinge gleichzeitig leisten.
Sie zeigen deine Stimme.
Sie geben Einblicke in deine Arbeit.
Sie machen deine Themen sichtbar.
Sie bieten Suchmaschinen neue Inhalte.
Sie geben Leserinnen und Lesern einen Grund, wiederzukommen.
Ideen für Blogbeiträge ergeben sich fast schon von selbst. Da muss man gar nicht so viel Arbeit reinstecken, wie man denkt.
Für Autorinnen und Autoren können Blogthemen zum Beispiel sein:
- Wie entsteht eine Figur?
- Warum schreibe ich Fantasy?
- Was inspiriert mein Kinderbuch?
- Wie arbeite ich an einer Weltkarte?
- Welche Themen stecken in meinem Buch?
- Was lerne ich gerade über Selfpublishing?
- Wie läuft eine Überarbeitung?
- Welche Bücher haben mich geprägt?
- Warum begleitet mich ein bestimmtes Projekt schon so lange?
- Was habe ich beim Schreiben unterschätzt?
Das liest sich vielleicht erst einmal nach Arbeit. Aber im Grunde ist es ziemlich spannend.
Wir alle kennen doch dieses Gefühl, wenn man nicht genug bekommen kann. Wenn man ein Buch, eine Welt oder eine Figur mag und einfach noch ein bisschen mehr möchte.
Genau dieses „Mehr“ kann ein Blogbeitrag sinnvoll auffangen.
Ein Blogbeitrag verkauft nicht plump ein Buch. Er erzählt, warum dieses Buch existiert.
Und das ist oft viel interessanter als jede reine Produktbeschreibung.
Was gehört sinnvollerweise auf eine Autorenwebsite?
Eine Autorenwebsite muss nicht riesig sein. Aber sie sollte so aufgebaut sein, dass Menschen sich gut zurechtfinden.
Ich glaube, das ist einer der Punkte, die man schnell unterschätzt.
Man selbst kennt ja alles. Die Projekte. Die Reihenfolge. Die Hintergründe. Die Figuren. Die Welt. Den Stand der Dinge.
Besucherinnen und Besucher kennen das alles aber noch nicht.
Sie kommen auf die Website und brauchen Orientierung.
Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Bereiche klar zu sortieren.
1. Startseite
Die Startseite ist der erste Eindruck.
Hier soll möglichst schnell klar werden:
Wer bist du?
Was schreibst du?
Für wen schreibst du?
Was kann man auf deiner Seite entdecken?
Ich finde, gerade hier lohnt sich ein ehrlicher Blick von außen. Denn viele Startseiten wollen zu viel auf einmal zeigen.
Das ist verständlich. Wir haben ja auch viel zu erzählen.
Aber eine gute Startseite erschlägt nicht. Sie führt weiter.
Sie zeigt nicht alles gleichzeitig, sondern macht neugierig.
2. Über mich
Die „Über mich“-Seite ist für Autorinnen und Autoren besonders wichtig.
Nicht, weil dort der komplette Lebenslauf stehen muss. Sondern weil Menschen wissen möchten, wer hinter den Geschichten steht.
Eine gute Über-mich-Seite darf Persönlichkeit zeigen, ohne beliebig zu werden.
Sie beantwortet nicht nur die Frage: Wer bin ich?
Sondern auch: Warum schreibe ich diese Geschichten?
Gerade hier entsteht oft Verbindung. Leserinnen und Leser müssen nicht jedes Detail aus deinem Leben kennen. Aber sie dürfen ein Gefühl dafür bekommen, welche Themen dich bewegen und warum du schreibst.
3. Bücher und Projekte
Auf einer Autorenwebsite sollten deine Bücher und Projekte gut sichtbar sein.
Das gilt nicht nur für veröffentlichte Bücher.
Auch unveröffentlichte Projekte können ihren Platz bekommen, wenn sie klar eingeordnet sind. Zum Beispiel als:
- in Arbeit
- Rohfassung
- in Überarbeitung
- beim Lektorat
- geplant
- erscheint demnächst
Das kann besonders sinnvoll sein, wenn man mehrere Projekte hat.
Leserinnen und Leser sehen dadurch, woran du arbeitest, welche Bücher bereits existieren und welche Welten oder Themen sie in Zukunft erwarten können.
Für mich persönlich hat das auch etwas Motivierendes.
Ein Projekt auf der Website anzulegen, macht es sichtbarer. Nicht nur für andere, sondern auch für mich selbst.
4. Blog
Der Blog ist der lebendige Teil der Autorenwebsite.
Hier können regelmäßig neue Inhalte entstehen, ohne dass jedes Mal direkt ein Buch beworben werden muss.
Gerade für SEO ist ein Blog interessant, weil jede neue Unterseite eine weitere Möglichkeit ist, über Suchmaschinen gefunden zu werden. Aber auch unabhängig davon ist ein Blog wertvoll, weil er zeigt:
Hier passiert etwas.
Hier schreibt jemand nicht nur Bücher, sondern denkt über Geschichten, Figuren, Themen, Schreiben und Veröffentlichung nach.
Und genau das kann Leserinnen und Leser binden.
5. Kontakt und Presse
Auch wenn man am Anfang vielleicht denkt:
„Wer soll mich schon kontaktieren?“
Mach es den Menschen leicht.
Eine Kontaktseite kann sinnvoll sein für Leserfragen, Presse, Kooperationen, Buchhandlungen, Lesungen oder Veranstaltungen.
Wenn bereits Bücher veröffentlicht sind, kann auch ein kleiner Pressebereich hilfreich sein. Dort könnten zum Beispiel stehen:
- Autorenfoto
- Kurzvita
- Cover
- Klappentext
- Presseinfo
- Kontaktmöglichkeit
Das muss ja auch nicht groß sein. Aber es wirkt professionell, wenn wichtige Informationen auffindbar sind.
6. Newsletter
Ein Newsletter ist kein Muss. Aber langfristig kann er sehr wertvoll sein.
Social Media kann sich ändern. Reichweiten können fallen. Plattformen können sich verändern. Accounts können Probleme machen.
Eine E-Mail-Liste ist direkter.
Das heißt nicht, dass man sofort mit Newsletter-Marketing starten muss. Aber beim Aufbau einer Autorenwebsite kann es sinnvoll sein, den Platz dafür mitzudenken.
Vielleicht kommt der Newsletter erst später. Aber dann ist die Website schon vorbereitet.
Welche Möglichkeiten gibt es, eine Autorenwebsite umzusetzen?

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Das finde ich wichtig zu sagen.
Nicht jeder braucht sofort eine teure Website. Nicht alle haben Lust auf Technik. Nicht alle haben das gleiche Budget. Und nicht jede Website muss denselben Zweck erfüllen.
Im Grunde hängt die passende Lösung von vier Fragen ab:
- Wie viel Geld möchte oder kann ich investieren?
- Wie viel Zeit habe ich?
- Wie viel Technik traue ich mir zu?
- Wie professionell soll die
- Website von Anfang an wirken?
Hier eine Auswahl an Möglichkeiten, wie es gehen kann.
Möglichkeit 1: Domain kaufen und WordPress selbst bauen
Das ist wahrscheinlich die flexibelste Variante.
Du kaufst eine Domain, buchst Hosting und baust deine Website mit WordPress selbst auf. WordPress selbst ist Open Source. Kosten entstehen vor allem durch Domain, Hosting, eventuell ein Theme, Plugins, rechtliche Texte und mögliche Zusatzfunktionen.
Der große Vorteil: WordPress ist sehr flexibel.
Gerade für eine Autorenwebsite mit Blog ist das interessant, weil WordPress ursprünglich stark aus dem Blogbereich kommt und sich sehr gut erweitern lässt.
Vorteile können sein:
- sehr flexibel
- gut erweiterbar
- ideal für Blogbeiträge
- viele Tutorials verfügbar
- langfristig professionell ausbaubar
- gute SEO-Möglichkeiten
Nachteile können sein:
- Einarbeitung nötig
- Technik kann nerven
- Updates müssen bedacht werden
- Sicherheit und Backups sind wichtig
- Gestaltung braucht Zeit
Für Autor*innen, die langfristig bloggen und ihre eigene Marke aufbauen möchten, kann WordPress eine sehr starke Lösung sein.
Aber man sollte ehrlich sein: Ohne Erfahrung oder Vorkenntnis ist das nicht „mal eben schnell“ gemacht.
Man kann es lernen. Absolut. Aber es kostet Zeit und Geduld.
Möglichkeit 2: WordPress mit Webdesignerin, Webdesigner oder Entwicklerperson
Das ist die professionellere Variante.
Die Website wird weiterhin mit WordPress aufgebaut, aber Struktur, Design und technische Grundlage werden von jemandem erstellt, der oder die sich damit auskennt.
Danach kann man Inhalte oft selbst pflegen.
Das kann besonders sinnvoll sein, wenn die Website nicht nur irgendwie online sein soll, sondern von Anfang an strategisch wirken soll.
Vorteile können sein:
- professioneller erster Eindruck
- bessere Struktur von Anfang an
- weniger technische Stolperfallen
- SEO kann direkt mitgedacht werden
- du sparst Zeit
- die Seite wirkt oft klarer und runder
Nachteile können sein:
- höhere Anfangskosten
- man braucht jemanden, der die eigene Marke versteht
- spätere Anpassungen können zusätzlich kosten
- man sollte trotzdem verstehen, wie man Inhalte pflegt
Ich finde, ein professioneller Blick lohnt sich vor allem dann, wenn man selbst merkt:
Ich bekomme die Inhalte hin, aber die Struktur nicht.
Oder:
Ich weiß, was ich sagen will, aber ich weiß nicht, wie ich es so aufbaue, dass Menschen sich gut zurechtfinden.
Denn eine Website ist nicht nur hübsches Design.
Es geht auch um Ladezeit, Struktur, Nutzerführung, SEO, mobile Darstellung, rechtliche Seiten und klare Inhalte.
Wenn dich interessiert, wie ein Webdesigner arbeitet, lies dich gerne hier ein.
Möglichkeit 3: Baukasten-System beim Hostinganbieter
Viele Anbieter bieten Website-Baukästen an. Zum Beispiel Jimdo.
Das kann für den Einstieg sehr praktisch sein. Man arbeitet mit Vorlagen, braucht weniger technisches Wissen und kann relativ schnell eine einfache Website erstellen.
Vorteile können sein:
- einfacher Einstieg
- wenig Technik
- Designvorlagen vorhanden
- Hosting oft inklusive
- für kleine Websites ausreichend
Nachteile können sein:
- weniger flexibel als WordPress
- Blog- oder SEO-Funktionen können begrenzter sein
- Anbieterwechsel kann schwieriger werden
- monatliche Kosten können mit Zusatzfunktionen steigen
Ein Baukasten kann sinnvoll sein, wenn man schnell eine einfache Website braucht und keine Lust auf Technik hat.
Für eine langfristige Autorenwebsite mit regelmäßigem Blog würde ich persönlich aber genauer hinschauen, ob die Blog- und SEO-Funktionen wirklich ausreichen.
Nicht, weil Baukästen grundsätzlich schlecht sind.
Sondern weil man wissen sollte, was man später mit der Website vorhat.
Möglichkeit 4: Eine kostenfreie Variante als Einstieg
Es gibt auch kostenlose Möglichkeiten, erst einmal sichtbar zu werden.
Adobe Express Free kann zum Beispiel eine Einstiegsmöglichkeit sein, wenn man eine einfache Seite, eine visuelle Projektpräsentation oder eine Art kleines Portfolio erstellen möchte.
Wichtig ist aber die Einordnung:
Das ist keine vollwertige Autorenwebsite wie WordPress.
Für eine Übergangslösung, eine einfache Projektseite oder eine hübsche Präsentation kann Adobe Express Free spannend sein. Gerade, wenn man erst einmal testen möchte, wie man Inhalte überhaupt sortiert.
Für eine langfristige Autorenwebsite mit Blogstruktur, eigener SEO-Strategie, vielen Unterseiten und voller Kontrolle würde ich es eher als Zwischenlösung sehen.
Adobe kann ein Anfang sein.
WordPress ist dann eher das Zuhause.
Was darf eine Autorenwebsite kosten?
Die ehrliche Antwort ist leider wenig spektakulär:
Es kommt darauf an.
Aber ein paar grobe Kategorien helfen bei der Einschätzung.
Eine kostenlose Übergangslösung kann bei null Euro starten. Das kann für einen ersten Test, ein Portfolio oder eine einfache Projektseite reichen.
Eine selbst gebaute WordPress-Seite kostet meist vor allem Hosting, Domain und eventuell Zusatzfunktionen. Je nach Anbieter und Paket kann man grob mit monatlichen Kosten im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich rechnen.
Ein Baukasten-System liegt je nach Anbieter und Tarif ebenfalls häufig im monatlichen niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich.
Eine professionell erstellte Website kann dagegen schnell mehrere hundert bis mehrere tausend Euro kosten, je nach Umfang, Design, Technik, Textarbeit und Betreuung.
Dazu können laufende Kosten kommen, zum Beispiel für Hosting, Domain, Wartung, Plugins, Backups oder rechtliche Dienste.
Wichtig ist:
Eine günstige Website ist nicht automatisch schlecht. Und eine teure Website ist nicht automatisch gut.
Entscheidend ist, ob sie ihren Zweck erfüllt. Wenn man sich also für eine Autorenwebsite entscheidet, dann sollte man sich im Klaren darüber sein, was man auf seiner Website vermitteln möchte.
Aus meiner Sicht heißt das:
Findet man deine Bücher?
Versteht man, wer du bist?
Wirkt die Seite vertrauenswürdig?
Kannst du sie selbst pflegen?
Sind deine Inhalte sinnvoll strukturiert?
Kann Google verstehen, worum es geht?
Fühlen sich Leserinnen und Leser eingeladen, weiterzuschauen?
Wenn die Antwort auf diese Fragen überwiegend „ja“ ist, ist die Website auf einem guten Weg.
Warum ein professioneller Blick trotzdem wichtig sein kann
Man kann heute unglaublich viel selbst machen. Und das ist großartig.
Aber gerade weil es so einfach aussieht, passieren typische Fehler schnell.
Zum Beispiel:
- zu viele Menüpunkte
- keine klare Startseite
- schlechte Lesbarkeit auf dem Handy
- unklare Buchseiten
- zu große Bilder
- keine sinnvolle Überschriftenstruktur
- keine Meta-Beschreibungen
- keine interne Verlinkung
- kein roter Faden
Das sind keine dramatischen Fehler. Aber sie können dafür sorgen, dass Besucherinnen und Besucher abspringen, bevor sie wirklich angekommen sind.
Ein professioneller Blick kann helfen, genau solche Stellen zu erkennen. Nicht, weil man selbst es nicht lernen könnte.
Sondern weil man bei der eigenen Website manchmal betriebsblind wird.
Man kennt die eigenen Projekte zu gut. Man weiß, was gemeint ist. Man weiß, wo man klicken muss. Man weiß, warum ein Buch wichtig ist.
Neue Besucherinnen und Besucher wissen das nicht. Und genau deshalb ist Klarheit so wertvoll.
SEO beginnt für mich nicht erst beim Keyword. SEO beginnt bei Struktur.
Wenn eine Seite sauber aufgebaut ist, wenn Überschriften logisch sind, wenn Inhalte hilfreich sind und wenn Menschen schnell verstehen, worum es geht, dann ist das nicht nur gut für Google.
Es ist vor allem gut für die Menschen, die du als Leserinnen und Leser gewinnen möchtest.
Und genau darum sollte es am Ende gehen.
Eine Autorenwebsite ist kein Luxus
Eine Autorenwebsite ist kein Muss, um überhaupt schreiben zu dürfen.
Natürlich nicht. Niemand braucht eine Website, um Autorin oder Autor zu sein.
Aber wenn man sichtbar werden möchte, wenn man Projekte langfristig zeigen will und wenn man Leserinnen und Leser nicht nur für ein Buch, sondern für die eigene Arbeit gewinnen möchte, dann ist eine Autorenwebsite ein starkes Werkzeug.
Nicht als laute Dauerwerbung, die man ständig bespielen muss.
Sondern als Ort, an dem alles zusammenläuft:
Bücher.
Projekte.
Blogbeiträge.
Persönlichkeit.
Termine.
Kontakt.
Marke.
Gerade für Selfpublisherinnen und Selfpublisher ist eine eigene Website besonders wertvoll, weil sie unabhängiger macht. Aber auch Autorinnen und Autoren mit Verlag können davon profitieren, wenn Leserinnen und Leser sie finden und mehr über ihre Arbeit erfahren können.
Am Ende ist eine Autorenwebsite nicht einfach nur eine Seite im Internet.
Sie ist ein Zuhause für unsere Geschichten.
Und vielleicht auch der Ort, an dem aus zufälligen Besucherinnen und Besuchern treue Leserinnen und Leser werden.
Wenn du willst, schau dich gerne bei mir um und hol dir ein paar Inspirationen.